Ratgeber Immobilien

Checkliste Hausverkauf für Verkäufer

In Zeiten hoher Immobilienpreise denken viele Eigentümer über einen Verkauf ihres Objektes nach. Doch mit welchen Kosten muss ich als Verkäufer eigentlich rechnen, um diese ggf. in den Verkaufspreis mit einzukalkulieren? Wir erläutern die einzelnen Posten für Ihren Hausverkauf für Sie.
Hausverkauf Kosten im Überblick

Energieausweis

Wer sein Haus verkauft, muss seit 2009 einen Energieausweis vorlegen, spätestens zum Termin der Besichtigung. Ein einfacher Nachweis, der die Heiz- und Nebenkostenabrechnungen als Grundlage nutzt, liegt zwischen 50 und 80 Euro. Ein umfassender Bedarfsausweis, ermittelt durch einen Fachmann vor Ort, kostet allerdings schon 300 bis 500 Euro.

Grundbuchauszug

Auch der Grundbuchauszug ist eines der Standarddokumente beim Hausverkauf. Er dient als Nachweis, dass man tatsächlich Eigentümer der Immobilie ist. Im Grundbuchauszug sind zudem weitere Änderungen verzeichnet, die sich ggf. im Grundbuch ergeben haben. Dies können Details zu Eigentumsverhältnissen sein oder aber Informationen zur Grundschuld.

Im Grundbucheintrag sind immer ein sogenanntes Bestandsverzeichnis und drei Abteilungen enthalten. Das Bestandsverzeichnis listet Details zum Grundstück wie Maße und Lage auf. Die erste Abteilung führt dann die Eigentümer auf. Existieren mehrere Eigentümer sind gegebenenfalls noch prozentuale Anteile angegeben. Die zweite Abteilung formuliert die Einschränkungen, die auf dem Grundstück liegen. Diese können baulicher Natur sein oder etwa die Gewährung eines Nutzungsrechts für Dritte. In der dritten Abteilung sind die Grundpfandrechte enthalten. Beispiele hierfür sind etwa Hypotheken oder Grundschulden. Der Grundbuchauszug kostet etwa 10 bis 20 Euro.

Immobilienbewertung

Um den Wert einer Immobilie richtig einzuschätzen und auch gegenüber potentiellen Käufern gut argumentieren zu können, lohnt sich ein unabhängiges Wertgutachten. Hierfür gibt es keine gesetzlichen Vorgaben für Preise. Das Entgelt orientiert sich in der Regel an den Honoraren für Architekten und Ingenieuren. Für eine Immobilie im Wert von 700.000 Euro liegt demnach das Wertgutachten bei etwa 2.500 Euro.

Steuern

Ein Hausverkauf berührt unter Umständen auch verschiedene Steuerarten. Wird die Immobilie etwa vor Ablauf einer 10-Jahrefrist nach Kauf wieder verkauft, fällt die sogenannte Spekulationssteuer an. Gehört die Immobilie zum Betriebsvermögen, so geht der Veräußerungsgewinn in den Betriebsgewinn ein und muss entsprechend versteuert werden. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Makler oder Steuerberater genauer beraten.

Löschung der Grundschuld

Oft wird die Grundschuld als Pfandrecht im Grundbuch eingetragen. Die allermeisten Käufer möchten jedoch eine finanziell unbelastete Immobilie kaufen. Die Löschung dieser Grundschuld kostet wiederum Gebühren beim Amt und für den Notar. Diese sind mit etwa 0,2 Prozent vom Wert der Grundschuld anzusetzen. Liegt die Grundschuld also z.B. bei 100.000 Euro, wären es 200 Euro an Kosten, die in der Regel der Verkäufer trägt.

Vom Ablauf her muss man bei der Bank zunächst eine Löschungsbewilligung beantragen. Diese wird dann einem Notar vorgelegt, der damit anschließend die Löschung beim Grundbuchamt vornehmen lassen kann.

Vorfälligkeitsentschädigung im Falle einer Finanzierung

Wenn die Kreditraten für die Immobilie noch nicht alle bezahlt sind, wollen viele Verkäufer mit dem Verkaufserlös den Kredit vollständig tilgen. Dies ist möglich, jedoch wird die Bank eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung erheben. Dies ist eine Art „Strafzahlung“, weil der Bank Zinsen verloren gehen, wenn der Kredit mit einem mal zurückgezahlt wird. Wie hoch diese Kosten sind, hängt von der Restschuld ab und muss mit der Bank individuell vereinbart werden. Hier lohnt es schon beim Abschluss des Kredites dazu Vereinbarungen zu treffen.

Renovierung/Sanierung

Eine Immobilie, die schon äußerliche Mängel aufweist, ist meist schwerer zu verkaufen. Je nach Zustand des Hauses kann eine Sanierung oder Renovierung daher vor dem Verkauf Sinn machen, vornehmlich dann, wenn der Mehrerlös höher ist als die Kosten für die durchgeführten Maßnahmen. Oder einfacher ausgedrückt: Wenn mich der Anstrich des Hauses 5.000 Euro kostet, ich es aber dadurch für 30.000 Euro mehr verkaufen kann, hat sich diese Investition gelohnt.

Makler

Wer in Berlin und Brandenburg eine Immobilie verkauft, muss die Maklergebühren von bis zu 7,14% in seine Kalkulation mit aufnehmen. Entgegen der landläufigen Meinung muss der Immobilienmakler für diese Gebühren nicht nur einen Schlüssel übergeben.

Er hat seinerseits Aufwände im Rahmen des Verkaufs, die in den Kosten enthalten sind. Dazu gehören das Erstellen der Verkaufsunterlagen, die Beauftragung von Werbeanzeigen oder eines Verkaufsschilds sowie die Produktion von Fotos, Videos, 360 Grad Rundgängen und Kosten für Texter und Grafiker. Einen großen Anteil nehmen zudem Besichtigungen ein, denn die dort verbrachte Zeit ist natürlich bezahlte Arbeitszeit. Im Gegenzug muss man sich aber als Verkäufer um all diese Dinge nicht kümmern und hat immer eine fachliche Expertise an seiner Seite.

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